Wir vermitteln menschliche Nähe, einen sicheren Platz und ein Aufgehobensein im Miteinander und in Gemeinschaft.
Wir bieten Kindern und Jugendlichen, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zuhause leben können, ein unterstützendes und entwicklungsförderndes Lebens- und Wohnumfeld.
Wir zeichnen uns durch ein familiäres Klima, einen individuellen pädagogischen Ansatz und einen kollegialen Zusammenhalt in interdisziplinären Teams aus.
Wir vermitteln menschliche Nähe, einen sicheren Platz und ein Aufgehobensein im Miteinander und in Gemeinschaft.
Wir bieten mit unserer Professionalität, unserem Menschsein sowie über unsere Tiere Raum und Zeit für Kontakt und korrigierende Beziehungserfahrungen. Unsere pädagogische Grundhaltung ist geprägt von der Überzeugung, dass Entwicklung und Veränderung erst über Beziehung möglich ist.
Wir begegnen jedem auf Augenhöhe mit Respekt und Achtung vor der individuellen Biografie und Lebenswelt eines jeden Einzelnen.

Eingebettet in der grünen Natur des wunderschönen Allgäus, liegt unser Kinderheim mit großzügigem Gelände und kleinem modernen Offenstall für unsere Rinder und Pferde am Rand der Marktgemeinde Oberstaufen im Ortsteil Kalzhofen.
Unser Standort bietet ideal die Möglichkeit die Vielfalt der Natur und die Tiere unseres kleinen Bauernhofes für das pädagogische Wirken zu nutzen.

Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen leben in zwei vollstationären alters- und geschlechtsgemischten Heilpädagogischen Wohngruppen mit je neun BewohnerInnen.
Entwicklungs- und situationsabhängig stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Im Alltag orientieren wir uns an familiären Strukturen und Rahmenbedingungen. Unsere pädagogische Arbeit ist getragen von dem Bemühen den Kindern menschliche Begleitung, Wärme, Geborgenheit und die intensive fachliche Hilfe zu geben, damit sie ihr persönliches Potential entfalten und eine eigenständige und gestärkte Persönlichkeit entwickeln können.
In der Gruppe leben wir in gegenseitiger Wertschätzung, Akzeptanz und Offenheit. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und versuchen, mit unseren Werthaltungen ein Vorbild zu sein.
Wir sind ein charakterstarkes Team von PädagogInnen, TherapeutInnen, Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräften sowie ehrenamtlichen MitarbeiterInnen. Auch werden wir unterstützt durch die Mitarbeit der Franziskanerinnen des Konvents Kalzhofen.
Unsere MitarbeiterInnen stehen für Verlässlichkeit, Engagement und Herz.
Unsere Haltung ist getragen durch das christliche Menschenbild. Jedem Menschen begegnen wir unabhängig von Religion oder Nationalität respektvoll und achtsam. Mit moderner Professionalität greifen wir die aktuelle Situation der uns anvertrauten Kinder und die damit verbundenen Probleme und Ressourcen auf. Für uns steht der individuelle Förderbedarf jedes einzelnen Kindes im Fokus.
Je nach Indikation können spezielle Therapien im Haus oder externe Therapien in Anspruch genommen werden, dazu zählen Erlebnispädagogik, Psycho-, Ergo und Spieltherapie, tiergestützte Therapie, Reittherapie, logopädische Behandlung oder Krankengymnastik.
Den vier ledigen Geschwistern Hauber aus Kalzhofen war es ein Anliegen, eltern- und heimatlosen Kindern ein neues Zuhause zu schaffen. Sie boten ihr Hab und Gut sechs verschiedenen Klöstern mit der Bitte an, den Besitz in eine Waisenanstalt umzuwandeln. Alle lehnten ab. Erst als sie 1905 ihren Wunsch dem Mutterhaus der Dillinger Franziskanerinnen vortrugen, „sagte Frau Meisterin M. Inocentia Mußack in ihrem Weitblick und großem Gottvertrauen, wir nehmen es an und da lässt sich etwas machen.“
Das war die Geburtsstunde für das Kinderheim Kalzhofen. Es wurde eine „Wohltätigkeitsanstalt“ eröffnet und auch die bestehende Landwirtschaft wurde weiterhin fortgeführt.
Im Lauf seiner Geschichte änderte sich nicht nur der Name, sondern das Heim hat sich auf Grund verschiedener Zeitströmungen auch wechselnde Aufgaben gestellt. Zum Beispiel wurden besonders in den Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit während der Schulferien Kinder zur Erholung aufgenommen. Das bedeutete häufig bis zu 70, zum Teil sogar bis zu 90 zusätzliche Kinder. Auch zahlreiche Flüchtlinge fanden in der Einrichtung Zuflucht. Ebenso wurden vorbeiziehende Soldaten und Gefangene so gut es ging versorgt.
Weil die Kinderzahl im Jahre 1947 stark gestiegen war, wurden die Kleinkinder in einem weiteren Haus in Kalzhofen, dem „Vetterhaus“ St. Anna untergebracht. Auch dieses Haus wurde Anfang des Jahrhunderts von Vetter Arzet an das Kloster vermacht, um damit die Waisenanstalt zu unterstützen.
Um die Schule in Oberstaufen zu entlasten, war von 1948 bis 1972 eine eigene „Schule für schwache und schwer erziehbare Kinder“ in den Räumen des Heimes untergebracht. Knapp 100 Kinder wurden in zwei Abteilungen unterrichtet. Kurz nachdem die Heimschule wieder aufgelöst wurde, kam es auch zur Rückführung der kleinen Kinder aus dem „Vetterhaus“.
Ende der 80er Jahre wandelte sich die Einrichtung dann zu einem heilpädagogisch orientierten Heim und es wurde eine Hortgruppe eröffnet.
Da die Geschwister Hauber große Verehrer der Muttergottes von Lourdes waren, erhielt das Heim den Namen „St. Immaculata“, was „die Unbefleckte“ bedeutet und einer der Hoheitstitel Marias ist. Seit 1995 trägt das Heim den Namen „St. Maria“.
1995 wurde dann schließlich die Landwirtschaft aufgegeben und der vorhandene Stall mit Wiesen verpachtet.
Auf Grund von Unterbelegung musste der Hort Ende des Schuljahres 1999/2000 leider wieder geschlossen werden.
Um die Jahrtausendwende wurden Räume des Heimes dann zeitweise zur Durchführung von Seminaren und als Ferienwohnungen vermietet. Außerdem ist das frühere Stallgebäude seitdem an eine Schreinerei und ein Teil des Hauptgebäudes an den Monte-Verein vermietet. Dieser hat dort die Klassenräume der Montessori Schule Allgäu (www.montessori-allgaeu.de) eingerichtet.
Zusammenfassend berichtet die Chronik von vielen Nöten, Einschränkungen und großen finanziellen Leistungen, die für den Erhalt des Hauses geleistet werden mussten, aber auch von Freuden, die erlebt werden durften. Es wurde angebaut, renoviert, modernisiert und weitere Anwesen hinzugekauft, andererseits wurden aber auch Räume und Gebäude verpachtet und Land verkauft. Die Kinderzahl schwankte von lediglich einer Gruppe mit sechs Kindern, als das Haus kurz vor der Schließung stand, auf maximal fünf Gruppen. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen erfolgte zu Anfang ausschließlich durch klösterliches Personal, welches nach und nach immer stärker durch weltliche Kollegen unterstützt wurde.
Manches jedoch hat sich in all den Jahren nicht geändert: Kindern in schwierigen Lebenssituationen einen Ort zu schaffen, an dem sie gut versorgt sind, ist auch heute noch aktuell. Damals waren es überwiegend Waisenkinder, die einen neuen Platz zum Leben brauchten. Heute sind es vor allem Kinder und Jugendliche, die in Krisenzeiten nicht mehr zu Hause leben können.
Unsere kleine Landwirtschaft lebt wieder auf… Damit knüpfen wir an die Stiftertradition an und setzen die Arbeit mit unseren Tieren zur Unterstützung unsres pädagogischen Erfolgs ein. Wir beheimaten Kühe, Pferde, Ziegen und Hasen.
In der Reittherapie wird zu Beginn ohne Worte ein Umgang ermöglicht, der von gegenseitigem Respekt und Achtung geprägt ist.
Durch den regelmäßigen Umgang mit den Kühen, sollen die Kinder und Jugendlichen die Vorzüge eines ursprünglichen, natürlichen und naturnahen Lebensstils erleben können. Dazu gehört auch das Erleben des Lebenskreislaufes unter den Gesichtspunkten einer nachhaltigen und ökologisch-landwirtschaftlichen Nutzung der Natur und des Tieres. Der reflektierte Umgang damit soll die Kinder und Jugendlichen zu einem sorgsamen, bewussten und verantwortungsvollen Konsumverhalten anregen.
Die Kinder und Jugendlichen können bei der täglichen Stallarbeit die Arbeitsergebnisse unmittelbar ihrem Wirken zuschreiben und Selbstwirksamkeit erleben.
Daneben können eine gewisse Rhythmisierung des Alltags und wiederkehrende Rituale ihnen Halt und innere Beruhigung in einer sich beschleunigenden Welt geben.
Da wir eine Stiftung ohne Gewinnabsicht sind, sind wir auf Spenden zur Umsetzung unseres Projektes angewiesen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, sagen wir Ihnen von Herzen Vergelt's Gott.
Kontoinhaber: Kinderheim St. Maria Kalzhofen
IBAN: DE96 7335 0000 0515 8330 10
Sparkasse Allgäu
BIC: BYLADEM1ALG
Betreff: Spende Bauernhofprojekt
In unserem pädagogischen Wirken legen wir einen großen Wert auf erlebnispädagogische Angebote. Unser pädagogischer Fachdienst nutzt die Allgäuer Natur und bietet Radtouren, Kanufahrten, Kletterfreizeiten, Wanderungen und Auszeiten auf unserer Klosteralpe an.
Durch die erlebnispädagogischen Maßnahmen lernen die Kinder und Jugendlichen, was für Auswirkungen ihr Handeln haben kann. In bestimmten Aktionen braucht es die Mithilfe jedes Einzelnen, damit die Aufgabe erfolgreich gemeistert werden kann, hier wird die Neugier und der Gemeinschaftssinn im Kind/Jugendlichen geweckt. Das Selbstwertgefühl sowie die Eigeninitiative können gefördert werden.
Beim IBW haben wir die Kapazität, zehn Jugendlichen ab 15 Jahren einen Wohnraum auf dem Gelände des Kinderheims zu bieten.
Voraussetzung für die Aufnahme ins IBW ist neben der Mitwirkungsbereitschaft, ein verantwortungsvoller Umgang mit Bereitschaft zur Weiterentwicklung in lebenspraktischen Bereichen, sowie hinsichtlich emotionaler Stabilität und sozialer Teilhabe.
Die Jugendlichen werden bei Bedarf gerne angeleitet und unterstützt und haben außerdem die Möglichkeit zur Anbindung an eine der Wohngruppen.
Sind Jugendliche ausreichend selbständig bzw. verantwortungsbewusst sind, ihre Familie als Bezugsrahmen jedoch ausscheidet, bieten wir für Jugendliche das Außenbetreute Einzelwohnen an.
Nach im Hilfeplan festgelegten Bedingungen wird der Jugendliche weiterhin durch eine Fachkraft betreut. Diese kann z.B. bei der Wohnungssuche behilflich sein und bei Problemen mit der Ausbildungsstelle lösungs- orientiert vermitteln.
Bei akuten Not- und Krisensituationen in Familien sind wir in der Lage, Kindern oder Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit einen Platz in unserer Einrichtung bereitzustellen. Parallel zum geschützten Aufenthalt bei uns läuft dann unter Einbeziehung aller Betroffenen die weitere Hilfeplanung.
Bei aktuellen Veränderungen im Familiensystem, bei denen eine kurzzeitige Fremdunterbringung zur Klärung hilfreich ist, können Kinder und Jugendliche auch vorübergehend bei uns wohnen.
Jugendhilfe ist Familienhilfe. Die Eltern und Familien der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen sind für uns immer beides: Hilfeempfänger und Helfer.
Für eine vertrauensbildende und effektive (Zusammen-) Arbeit mit den Familien leiten uns folgende Aspekte:
Wir nehmen Säuglinge, Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts auf.
Unser Leistungsangebot ist nicht ausgerichtet für Kinder oder Jugendliche, die
Körperliche und/oder psychische Gewalt, herablassendes Verhalten sowie der Missbrauch von Suchtmitteln haben bei uns keinen Raum und können zum Abbruch der Hilfemaßnahme führen.
Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, Erfahrungen der Selbstwirksamkeit zu machen und sich zu aufgeschlossenen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.
Die jeweilige Maßnahme orientiert sich an den Bedürfnissen des Kindes bzw. des Jugendlichen und dessen Familie und Lebenssituation. Sie gestaltet sich somit individuell und flexibel.
Um die individuellen Ziele zu erreichen, bieten wir neben der grundlegenden Alltagsstruktur verschiedenste pädagogische Projekte wie Erlebnispädagogik, heilpädagogische Gruppenarbeit usw. an. Durch die Nähe zu den Bergen können die Kinder und Jugendlichen vielfältige neue Erfahrungen im Skifahren, Wandern und Klettern machen.


Das Kinderheim St. Maria Kalzhofen ist eine Einrichtung der Stiftung Kinderheim Gundelfingen